![Emanuelle-e1332231340104-600x388[1]](http://www.gothiacup.se/ger/wp-content/uploads/Emanuelle-e1332231340104-600x3881.jpg)
Zwei Stunden vor dem Training kommen die erste Kinder zu Gothia. Sie kommen, grüßen und fragen ob wir baldigst starten können. Jeder ist sehr höflich und alle grüssen mit Handschlag, und das finde ich nett. Warum machen wir es nicht so bei uns in Schweden? Das will ich mit mir nach Hause nehmen, neben vielen anderen Dingen, die unsere verschiedenen Kulturen trennen.
Es gibt einige Mädchen, die fast immer als ersten an der Anlage kommen, immer begierig mit dem Training zu starten. Die zwei Stunden, die sie vor dem Nachmittagtraining warten müssen, ist für sie eine quälende Wartezeit. Eines dieser Mädchen heisst Emmanuelle und sie wohnt gerade neben der Anlage. Mit seiner 10 Jahren ist sie eine die jüngsten in der Klasse, aber sie ist auch diejenige, die am häufigsten dabei ist. Die wenige Male, die sie nicht dabei ist, fragen wir uns was geschehen ist, da sie ungern ein Training verpasst.
Alle Mädchen, die Fußball spielen, machen zusammen eine Klasse und deshalb variiert der Alter. Obwohl Emmanuelle 2 Jahre jünger und ein Paar Köpfe kleiner als einige der anderen Mädchen ist, lasst sie sich nicht behindern sonst sie spielt und scherzt mit den anderen Spielerinnen. In früheren Jahren war es schwierig Mädchen für das Projekt zu engagieren und deshalb wurden auch anderen Aktivitäten gestartet, um eine grössere Auswahl zu bieten. Das die Mädchen Fussball spielen ist im Kongo nicht sehr häufig und es wird mit einem gewissen Widerstand begegnet. Als Schwedin, habe ich Probleme, der Grund dafür zu verstehen, dann es für mich ebenso selbstverständlich ist, dass Mädchen sowie Jungen diesen Sport ausüben. Aber um das Projekt auf Trab zu bringen, hat man also auch mit Turnen und Volleyball gestartet. Es hat sich erwiesen erfolgreich zu sein und hat auch der Fußball auf Trab gebracht. Derzeit gibt es viele Mädchen in dem Projekt und wir hoffen, dass der Trend andauert. Ich denke, unsere Rolle als Freiwillige ist hier wichtig, denn wir eine verschiedene Einstellung zu dingen haben und mit unsere Schwedische Kultur beitragen können. Zusammen mit Frida und einem kongolesischen Trainer bin ich für den Mädchenfussball verantwortlich, und ich denke es ist wichtig, dass die Mädchen weibliche Leiter als Vorbilder haben. Die meisten von den Mädchen sind neu und einige hatten nie einen Ball berührt bevor sie zu Gothia kamen. Das wird für uns als Leiter eine echte Herausforderung, aber die Bedingungen machen es nicht immer leicht. Es ist nicht einfach einen Pass auf einem Plan, ähnlich wie einem Sandstrand und sehr uneben, zu machen. Die Mädchenklasse zieht sich viele Zuschauer an, die neugierig unser Spiel ansehen. Viele kommentieren was sie sehen, und es ist nicht immer mit freundlichen Wörtern, aber daran kümmern sich die Mädchen nicht. Trotz alle Vorurteile, dass Fußball nicht ein Sport für Frauen ist, kämpfen sie weiter.
Ich bin von Mädchen wie Emmanuelle beeindruckt. Sie macht ihr eigenes Ding und läuft weiter mit dem Fussball, die sie so viel liebt, auch wenn viele Leute dagegen eine negative einstellung haben. Viele der Mädchen haben eine große Verantwortung zu Hause und müssen mit Kochen und Putzen helfen und sich um ihre jüngere Geschwister kümmern. Darum finde ich es wichtig, für diese Mädchen zu Gothia im Nachmittag zu kommen um etwas anderes zu tun und sich einfach erlauben Kinder zu sein. Ich finde es toll, dass wir durch das Fußballprojekt Mädchen und Jungen die gleichen Rechte geben können. Wer Fußball spielen möchtet soll erlaubt sein es zu tun, unabhängig Geschlecht.
Die Fußballfreiwillige durch Sara